Schon zu ihrer Schulzeit ist Frau Laurer gerne ans Fraunhofer gegangen, weshalb es wenig verwunderlich ist, dass sie sich freute, als Lehrkraft zurückkommen zu dürfen. Hier unterrichtet sie nun nicht nur Ethik, Geschichte und Deutsch, sondern unterstützt als Verbindungslehrerin auch die SMV.
Doch was hat sich seither geändert? Abgesehen davon, dass die Schule nicht mehr fürs „im Kreis gehen“ bekannt ist?
Wie würden Sie das Fraunhofer Gymnasium in 3 Worten beschreiben?
Das ist tatsächlich schwierig. Also als Kind war es immer groß, modern und attraktiv. Als Schüler zumindest, als ich die Entscheidung hatte in der 4. Klasse, in welches Gymnasium – Schuman oder Fraunhofer – war irgendwie das Fraunhofer das coolere. Aber gerade aktuell? Ich bleibe bei meiner Viertklassantwort.
Was mögen Sie am Fraunhofer am meisten?
Einfach, dass ich mich hier wohlfühle. Also schon immer, tatsächlich. Ich bin hier gerne in die Schule gegangen und war eine Schülerin, die sich einfach auf die Schule gefreut hat, weil man da seine Freunde sieht. Es war nie schlimm. Es hat mir immer Spaß gemacht und das ist immer noch so. Das war meine Wunsch-Schule und es hat dann geklappt, dass ich nach 3 Jahren hergekommen bin. Und deshalb: Einfach, dass es für mich persönlich ein angenehmer Ort ist.
Also waren Sie abgesehen vom Referendariat fast immer hier?
Ich war im Referendariat in Straubing und Deggendorf und danach in Deggendorf und 2 Jahre in Vilsbiburg. Das ist Richtung Oberbayern. In Niederbayern, aber unterhalb von Landshut[1]. Und dann hat es nach insgesamt 3 Jahren nach dem Referendariat geklappt, dass ich hierher gekommen bin. Da habe ich Glück gehabt.
Waren Sie Team Naturwissenschaften oder Team Sprachen?
Sprachen, schon immer. Ich habe zuerst Latein gewählt. Das war im G9 ab der 7. Klasse. Latein war für mich irgendwie schon gesetzt. Das hat irgendwie dazugehört. Und dann – ich weiß gar nicht warum – habe ich Französisch genommen. Ich glaube, ich habe mich beim Sprachenlernen einfach leichter getan. Also ich war in Mathe auch nicht schlecht, aber irgendwie war das für mich zugänglicher. Aber Spanisch habe ich dann nicht gehabt. Ich wollte in Latein Abitur machen, Leistungskurs, und deshalb habe ich das quasi nicht nehmen können. Sonst hätte ich etwas ablegen müssen – Latein – und das wollte ich nicht.
Wie haben Sie Ihre Schulzeit am Fraunhofer empfunden?
Angenehm. Ich bin echt einfach gerne hergegangen. Du siehst da deine Freunde und redest in der Pause. Und die Zeit während den Stunden bringt man dann schon hinter sich. Es gibt ja Schüler, die sagen, dass sie froh sind, wenn es vorbei ist, aber ich muss sagen, im Nachhinein war es echt einfach eine unbeschwerte Zeit, weil man noch keinen Druck in dem Sinne hat. Natürlich muss man Abitur schreiben, aber hinterher weiß man, dass das gar nicht so schlimm war, wenn es dann vorbei ist und deswegen könnte ich mich da nicht beschweren.

Was war Ihr Lieblingsfach? War das dann auch eine Sprache?
Ja, eigentlich tatsächlich Latein. Das hat einfach Spaß gemacht, weil ich darin gut war. Ich habe in diesen Grundjahren drei Jahre lang einen echt guten Lehrer gehabt. Der ist aber nicht mehr an der Schule. Der hat dich zum Lernen getrieben und wenn du Latein dann einmal kannst – denn das wird ja nicht mehr, das ist irgendwann abgeschlossen –, dann hat es mir Spaß gemacht, weil dann das Übersetzen mehr so Tüfteln und Herausfinden war. Und auch einfach die Geschichte generell, denn ich hab ja jetzt auch Geschichte als Fach. Das war dann irgendwie so die Kombination. Und deshalb war Latein mein Lieblingsfach. Ich hab dann tatsächlich Französisch abgelegt, weil ich darin nicht so gut war. Also was heißt nicht gut … ich habe Dreier gehabt. Es war für mich einfach nicht so berechenbar. Und in Englisch war ich schlechter als in Latein. Dann habe ich eben Latein weitergenommen. Für mich die beste Wahl.
Wer war Ihr Lieblingslehrer zu Ihrer Schulzeit?
Das ist echt schwierig, aber ich glaube, ich habe Geschichte-LK gehabt und da war Herr Vogel mein Lehrer. Der hat einfach so gut erzählen können. Es gab Geschichtslehrer, die tatsächlich einfach eine Dreiviertelstunde erzählten. Das macht man jetzt nicht mehr. Aber der hat so gut erzählen können, dass es tatsächlich einfach interessant war. Man ist da im Unterricht gesessen und hat zwar selbst mitschreiben müssen, aber es war wirklich spannend und die Sachen, die er erzählt hat, habe ich heute tatsächlich noch im Kopf.
Ist das der Herr Vogel, der jetzt immer noch manchmal an die Schule kommt?
Genau, der mit den weißen Schneckerla. Der war einfach angenehm. Es war ein angenehmes Klima. Das war der etwas andere Geschichtsunterricht, aber echt spannend. Das muss man erst einmal können, dass man so interessant erzählt, dass die Fakten mit Geschichten verbunden sind.
Ja, dann kann man sie sich wahrscheinlich viel besser merken.
Ja, genau. Das waren echt oft so Sachen, von denen ich mir denke, dass ich die jetzt vor 14 oder 15 Jahren gehört habe und ich weiß es immer noch.
Hatten Sie damals schon Lehrer, die immer noch unterrichten?
Ja, ein paar. Ich habe Herrn Pannrucker in Wirtschaft gehabt. Herrn Borowitz auch in Wirtschaft. Ich muss jetzt das Lehrerzimmer durchgehen… Herrn Stauber habe ich ein Jahr in Latein gehabt. Dann hab ich noch Herrn Biersack in der 5. Klasse in Englisch gehabt. Natascha Bauer habe ich in Sport gehabt und Linhard Monika, in der 5. und 6. Klasse in Deutsch. Und Urban Gerhard war mein Kollegstufenbetreuer. Das waren sowieso schon viele. Ich habe bestimmt jemanden vergessen, aber…
Wie ändert sich das Verhältnis, wenn ehemalige Lehrer zu Kollegen werden?
Was echt angenehm war, als ich hier her gekommen bin, war ja so die Frage: Bist du jetzt vielleicht wieder in der Schülerrolle? Aber gar nicht. Sie sind tatsächlich total offen und es ist eher so, dass man eine gemeinsame Gesprächsbasis hat und dass man sofort auch über andere Sachen redet und das ist das Angenehme, dass man dann nicht nur Schule hat – denn als Lehrer-Schüler hast du eigentlich hauptsächlich Schule und nur ein bisschen rundherum. Und es ist auch sehr angenehm, weil man sich einfach in der Gegend auskennt und man Orte oder Erlebnisse oder noch andere Lehrer kennt, die jetzt nicht mehr da sind.
Waren die Fächer, die Sie momentan unterrichten auch damals Ihre Lieblingsfächer oder nicht?
Geschichte, ja. Deutsch war zwar nicht mein Lieblingsfach – das war mir tatsächlich einfach zu anstrengend, also dieses Schreiben; wenn man eine Deutschklausur hat, ist man danach schon kaputt – aber mir hat es Spaß gemacht. Und Ethik hat es tatsächlich noch gar nicht so gegeben. Das war eher verpönt. Es waren etwa 5 Schüler, glaube ich, die Ethik gehabt haben, aber da hat sich die Frage gar nicht gestellt, ob man wechselt. Das war einfach so. Wir waren dann eben einfach in dem katholischen Unterricht.
Und jetzt haben das erste Jahr in unserem Jahrgang[2] mehr Leute Ethik als Katholisch.
Ja, das hat sich echt gewandelt. Aber ich glaube, das ist einfach auch in der Gesellschaft oder auch in der Familie anders geworden – das war damals überhaupt kein Thema. Man ist dann einfach in den Unterricht gegangen und da hat sich die Frage nicht gestellt, ob man wechselt. Das ist jetzt offener.
Ja, ich kann mir aber auch vorstellen, dass es immer noch in manchen Familien einen gewissen Druck gibt, sodass man immer noch nicht in Ethik gehen kann.
Möglich. Ja, das kann schon sein, dass manche vielleicht sagen: „Das ziehst du jetzt durch.“
Es ändert sich langsam.
Genau, ja. Und deswegen hat es Ethik nicht gegeben. Schade eigentlich, aber war so. Also es hat es schon gegeben, aber … nicht wirklich.
Hatten Sie damals Wahlfächer?
Ja, ich war in der Oberstufe im Chor. Das hat mir schon immer Spaß gemacht und es war damals einfach bei dem Wahlfach die Überlegung, dass man einfach die Punkte dann – wie sage ich das jetzt nett? – bekommt, ohne dass man selbst extrem viele negative Energien hineinrichten muss. Also so, dass man sagen kann, dass es einem Spaß macht und das war bei mir im Chor.
Waren damals dann auch schon die Schulkonzerte?
Die waren schon immer, genau. Die Konzerte waren tatsächlich schon immer ein Highlight. Meine Eltern sind gekommen, wenn man mitsingt und die haben gesagt, dass es schön war. Die haben sich immer darauf gefreut, weil es so abwechslungsreich ist und einfach gut. Das war schon immer so ein Punkt im Jahr.
Hat es auch schon KS-Partys gegeben?
Ja, die hat es gegeben. Das war damals im jetzigen BALOO. Das ist jetzt eigentlich eher ein Restaurant. Und da gibt es oben auf einen Raum, der ein Partyraum war und den hat man früher mieten können. Ich glaube jetzt nicht mehr. Und da waren dann die KS-Partys in irgendeiner Disco, aber frag mich nicht, wie die geheißen hat. Zinnober war es noch nicht. Ich weiß den Namen nicht mehr. Aber hauptsächlich eigentlich im C1. Aber ich glaube tatsächlich es hat noch keine Bänder gegeben. Könnte mich jetzt nicht erinnern, dass man da etwas gebraucht hätte.
Also ist man da einfach hingegangen und hat es direkt dort bezahlt?
Ja… Ob man das überhaupt bezahlt hat ist die Frage. Weiß ich jetzt gerade gar nicht mehr, ob das überhaupt etwas gekostet hat.
Wissen Sie ein lustiges Erlebnis aus irgendeiner Klassenfahrt?
Ich habe überlegt, aber alles was mir einfällt, kann ich nicht erzählen. *lacht* Also nein. Ich schweige.

Haben Sie an Austauschprogrammen und Schulfahrten teilgenommen und wenn ja, an welchen?
Ich war in Frankreich dabei. Ich weiß aber den Ort ehrlich gesagt nicht mehr. Jetzt fahren sie ja Paris und so an, aber wir sind in irgendeinem anderen Eck gewesen. Das war in der 9. Klasse. Da habe ich erst ein halbes Jahr Französisch gehabt. Das war spannend. Und echt schwierig zur Kommunikation. Vor allem, da es ja noch kein Handy gegeben hat, in das ich hinein reden und es als Übersetzer nutzen hätte können. Und dann war ich noch in den USA dabei. Das war dann in der 10. Klasse. Gibt es das noch?
Ja, aber in unserem Jahrgang wegen Corona nicht.
Ah, Schade. Das war nämlich schon auch echt cool. Ich glaube dieses Jahr lauft es wieder an. Ist das immer noch in der 10. Klasse, oder?
Ja.
Ja, also bei diesen zwei Fahrten war ich damals dabei. Dann wäre in der 11. Klasse[3] noch Togo gewesen. Aber da war es dann so, dass wer schon in den USA dabei war, dann nicht mehr fährt. Verstehe ich auch. Es sollen auch andere fahren dürfen. Aber es war schön. Würde ich immer wieder machen, wenn es geht, weil das schon im Kopf bleibt. Zwar nicht im Detail, aber so vom großen Ganzen. Einfach von den Eindrücken her. Immer mitmachen, wenn es geht.
Haben Sie irgendein besonderes Erlebnis aus Ihrer Schulzeit allgemein? Irgendetwas, das in Erinnerung geblieben ist.
Also direkt an ein Erlebnis kann ich mich jetzt tatsächlich nicht erinnern, aber einfach so dieses im KS-Zimmer zusammensitzen. Das fand ich unglaublich gemütlich mit den Couchen, von welchen man nicht wissen will, was da so drin lebt. Aber einfach da in den Freistunden zusammenzusitzen, zu reden, mittags was zu Essen holen. Da sind wir dann ganz oft zum Nico gefahren, die Nudel-Pizzeria in der Stadt. Das weiß ich noch, dass das einfach schön war. Und in der 13. hat man dann viele Freistunden gehabt, wenn man schon ein paar Fächer abgelegt hat. Das war einfach gemütlich. Aber so direkt jetzt besonders? Nein, also so Highlights weiß ich nicht.
Wie hat sich das Schulgebäude verändert, seit Sie Schüler waren?
Gar nicht, eigentlich. Rein vom Aufbau her überhaupt nicht, weil es, als ich in der 5. oder 6. Klasse war, erst renoviert worden ist. Da ist, glaube ich, der ganze Bio-Chemie Trakt gebaut oder umgebaut worden. Wir sind dann in der Maristen unten gewesen. Wir sind da in der sechsten Klasse im alten Schulgebäude ausgelagert gewesen und haben da die Klassenräume gehabt. Und ansonsten? Dann ist die Pausenhalle ja umgebaut worden, aber das ist alles in der Zeit passiert, in der ich da war. Und daher hat es sich eigentlich außer der Farbe nicht viel verändert.
Hat sich die Schulgemeinschaft irgendwie verändert?
Es ist vielfältiger geworden. Einfach so wie die Gesellschaft ist. Also, dass man mehr Nationalitäten hat und dass man offener ist. Das hat sich schon verändert, aber das ist, glaube ich, einfach ein natürlicher Prozess, wenn die Gesellschaft rundum vielfältiger wird. Dann findet sich das natürlich auch in der Schule wieder.
Hat es irgendwelche Regeln gegeben, die es jetzt nicht mehr gibt?
Nein. Ich glaube da bin ich noch nicht… Also eine unausgesprochene Regel war tatsächlich im Kreis zu gehen. In der Pausenhalle – das war damals anders strukturiert: Jetzt sind ja diese Säulen in der Mitte. Die gab es nicht. Da ist man auch noch in die Pausenhalle nach unten gegangen. Es war einfach anders aufbaut. Da hat es eine freie Fläche geben und da ist man in der Pause einfach im Kreis gegangen. Das war einfach so. Da hast du dann deine Runden gedreht. Und das war tatsächlich auch das, was man so vom Fraunhofer gehört hat: „Ah, ihr seid doch die, die im Kreis gehen.“
Und auch draußen: Da wo der Soccer Court ist, sind doch in der Mitte Bäume angepflanzt. So ein kleiner runder Kreis. Da ist man auch immer rundum gegangen. Das war so eine unausgesprochene Regel: „Wo bist denn?“ „Ich bin im Kreis. Kommst du dann einfach?“ Also natürlich sind nicht alle gegangen, aber das war so… Eigentlich hat das gar nicht geschadet hat. Ist zwar irgendwie auch komisch, wenn dann auf einmal alle im Kreis gehen… aber es war einfach so. Das hat einfach so dazu gehört.
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrerin geworden und wann haben Sie den Entschluss, zum ersten Mal im Unterricht bereut?
*lacht* Also bereut habe ich es tatsächlich nie. Also wirklich nicht.
Und welche Motivation… Mir war klar, dass ich keinen Bürojob machen kann. Das war für mich klar. Ich habe ganz viele Ferienjobs gemacht, in welchen ich diese wirtschaftlichen Aspekte hatte und einfach einmal im Büro oder im technischen Bereich war. Das war gar nichts für mich. Mir war dann einfach klar: Ich muss etwas mit Menschen machen. Und mir hat schon immer Spaß gemacht, etwas zu erklären und ich hab schon Nachhilfe gegeben. Und dann? Ich glaube, ich habe es dann aber erst relativ spät entschieden. So richtig fix erst etwa Ende der 12. Klasse. Also ich bin ja 13 Jahre zur Schule gegangen. Da war dann irgendwie klar: Lehrer ist das, was ich machen will. Und ich habe es tatsächlich nicht bereut. Also bisher muss ich echt sagen…
Bisher…
Bisher, genau. *lacht* Ich weiß dann nicht, wie es in 20 Jahren aussieht. Ich hoffe immer noch so. Aber nein: Es ist schön, es macht Spaß. Aber es ist ein Job, den man mögen muss, weil sonst überträgt sich das, glaub ich. Wenn es jemandem keinen Spaß macht, dann merkt man das wahrscheinlich.
Macht es eher immer mehr Spaß zu unterrichten oder eher immer weniger?
Mehr, tatsächlich. Ich finde am Anfang, also im Referendariat sowieso, ist man so auf diesen Ablauf fixiert. Also wann macht man was, oder was ist der Inhalt von irgendeiner Unterrichtsstunde. Und das wird im Laufe der Jahre immer weniger. Das hat man einfach so drin und man weiß worauf es hinauslaufen soll. Und ich finde, dass man immer mehr Zeit hat, mit den Schülern zu reden. Also einfach über das, was sie machen, was sie am Wochenende gemacht haben oder auch einfach so mehr Späße zu machen. Ein bisschen vom Unterricht abdriften und wieder zurückkommen. Und das hat man am Anfang nicht so am Schirm. Da ist man noch so in dieser klassischen Linie drin. Und deshalb finde ich, macht es im Laufe der Zeit mehr Spaß.
Was versuchen Sie, Ihren Schülern über den Unterrichtsstoff hinaus noch zu vermitteln?
Ich glaube, es kommt tatsächlich auf das Fach an. Aber generell schon, dass man sich einfach für andere einsetzt. Also Engagement und dass man sich gegenseitig hilft und unterstützt und zuhört. Also solche Basiswerte, tatsächlich. Passt irgendwie zu Ethik. Aber auch einfach, dass man miteinander arbeitet und nicht gegeneinander. Und dass man auch über den Schulrand hinausschauen soll und nicht nur diese kleine Gruppe – denn dazu neigt man schon – immer als Fokus zu sehen. Im Sinne, es gibt auch noch andere, die andere Ausgangssituationen haben. Einfach Verständnis für die Vielfalt. Das hört sich so spießig an, aber… du weißt, was ich meine, oder?
Schon.

Was würden Sie am Fraunhofer verändern, wenn Sie irgendetwas verändern könnten?
Du meinst das Gebäude oder was meinst du? Oder meinst du…?
Generell. Ganz egal ob Gebäude, oder unter den Schülern, oder…
Da wüsste ich jetzt eigentlich nichts, tatsächlich.
Okay. Spricht ja für das Fraunhofer.
Eben.
Welchen Tipp würden Sie heutigen Schülern geben?
Genießt die Schulzeit. Auch wenn man es in dem Moment nicht glaubt, ist es echt eine schöne Zeit, in der man jeden Tag seine Freunde sieht. In diesem Ausmaß kommt es einfach nicht wieder. Natürlich lernt man im Studium neue Leute kennen, aber zu den Freunden, mit denen man groß wird, hat man irgendwie eine spezielle Verbindung. Du hast andere Erlebnisse und entwickelst dich miteinander und das ist einfach eine andere Basis. Also echt so lange genießen, wie es geht. Auch an Fahrten teilnehmen und niemals beim Wandertag daheim bleiben oder so. Einfach die schöne Zeit mit den Freunden mitnehmen. Natürlich sind Unterricht und Noten ein Punkt, aber primär gerne zur Schule gehen, weil es einfach so unbeschwert ist, wie es so schnell nicht mehr wird. Mit so wenigen Verpflichtungen, die man da hat. Und auch Freizeit. Zeit mit den Freunden. Das ist dann, wenn man älter wird, immer schwieriger. Also echt genießen.[4]
[1] Tatsächlich ist Vilsbiburg eine Stadt im Landkreis Landshut.
[2] Q 11
[3] Jetzt 10. Klasse
[4] Aber wenn du die Schule aus welchem Grund auch immer nicht genießen kannst: Für so manchen wird die Zeit nach der Schule auch schöner. Das ist subjektiv.
